"Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe ist unsere Zukunft"
Junge Union Röhrnbach und Neureichenau besichtigen Hackschnitzelheizwerk


Hauzenberg/Röhrnbach/Neureichenau; Eine Besichtigung des Hackschnitzelheizkraftwerk in Hauzenberg stand auf dem Programm der beiden Ortsverbände der Jungen Union aus Röhrnbach und Neureichenau. Walter Jungwirth, der Geschäftsführer der Anlage, führte die Jungpolitiker durch das vor 10 Jahren in Betrieb gegangene Heizkraftwerk. Die Baukosten für das Projekt lagen bei 1,9 Millionen Euro. Derzeit liegt die Energieerzeugung bei 4500 MW. Die benötigten Hackschnitzel, im Jahr ca. 1800 Tonnen, liefern die 67 beteiligten Landwirte. Das Heizgut besteht zu 98 Prozent aus Hackschnitzel, die von den Waldbauern aus Durchforstungen erzeugt werden. Der Rest wird von unbehandelten Resthölzern von Sägewerken und Zuschnitt von Straßen gedeckt. Jungwirth erklärte, dass diese Art der Energiegewinnung sehr umweltfreundlich sei. Holz als Biomasse ist für die Umwelt CO2 neutral. Fossile Brennstoffe setzen dagegen bei ihrer Verbrennung auf einmal so viel CO2 frei, wie in Jahrmillionen gespeichert wurde.

Bei der Besichtigung wurde auch auf die Problematik mit der Hackschnitzelheizung im Landkreis Freyung - Grafenau eingegangen. Angebote der Waldbauernvereinigung wurden aus nicht nachvollziehbaren Gründen abgelehnt. Laut Auskunft der WBV müsste der Landkreis nur ein Grundstück zur Verfügung stellen. "Eine solche Anlage würde für den Landkreis die Schaffung neuer Arbeitsplätze, eine Unterstützung der heimischen Forstwirtschaft und eine sinnvolle Nutzung nachwachsender Rohstoffe mit sich bringen", so JU-Vorsitzender Martin Aumüller. Aus Sicht der jungen Generation sind für unsere Region solche Projekte unumgänglich. Holz ist ein heimischer Energieträger der in unmittelbarer Nähe ausreichend zur Verfügung steht und keine langen Transportwege benötigt. Er macht uns unabhängiger von ausländischen Märkten. Dieser Vorteil wird umso bedeutender, je weniger fossile Rohstoffe uns zur Verfügung stehen. Da die weltweiten Erdölreserven zur Zeit überwiegend in Krisenregionen liegen, ist es sinnvoll, wenigstens einen Teil der Energieversorgung aus heimischen Energiequellen zu nutzen. Eine wirtschaftliche, ökologische und krisensichere Energieversorgung bedeutet Produktionsvorteile und Imagegewinn für unseren Landkreis. Die JU fordert umgehend, den stärkeren Einsatz von Biomasse Heizanlagen in unseren Landkreis. "Hier ist jedes Zögern seitens des Landrates falsch, denn dies kann nur der Anfang vieler solcher Projekte sein", so die beiden Vorsitzenden Aumüller und Thür. Die JU Neureichenau fordert auch zukunftsorientiertes Denken in ihrer Gemeinde. In den nächsten Jahren stehe eine Erneuerung der Heizanlage in der Hauptschule an. "Für unsere Gemeinde wäre eine Biomasse Heizanlage sehr wichtig, sie setzt ein innovatives Zeichen für ein Modell zur nachhaltigen Energiegewinnung. Neue Arbeitsplätze werden geschaffen und erhalten, die Kaufkraft bleibt in der Region", so Stefan Thür. Mehrere Großabnehmer in unmittelbarer Nähe der Schule, würden ein effektives Betreiben einer solchen Anlage ermöglichen. Mit einer auf möglichst breiter Basis finanzierten Anlage durch Waldbauern, Unternehmer und Privatpersonen, entstehe auch keine Belastung des kommunalen Haushalts. Biomasse ersetzt in Zukunft fossile Energieträger, ist sich der Neureichenauer JU´ler, Stefan Thür, sicher.


Besichtigung des Hackschnitzelheizkraftwerk